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Stichworte: Kultur, Musik, Küche, Sport, Sitten & Gebräuche, Kleidung, Religion




Die Kultur...

...der heutigen Türkei ist eine Verschmelzung verschiedener Kulturen. Dazu können u. a. die alttürkische Nomadenkultur Zentralasiens und Sibiriens, die Kultur im osmanischen Reich mit ihren byzantinischen, persischen, arabischen, kaukasischen und kurdischen Einflüssen sowie die starke europäische Richtung seit Gründung der Republik durch Atatürk gezählt werden. Kulturelles Zentrum des Landes bildet die Millionenmetropole Istanbul.
Bedeutende Künstler aus der Türkei sind u. a. der Filmregisseur Yilmaz Güney (Goldene Palme in Cannes für Yol – Der Weg, 1982), die Dichter Orhan Veli und Nâzim Hikmet, die Schriftsteller Yasar Kemal, Orhan Pamuk (erhielt am 23. Oktober 2005 Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2006 den Nobelpreis f. Literatur) oder Aziz Nesin.
Türkische Popsänger wie Sezen Aksu, Tarkan und Mustafa Sandal waren in letzter Zeit auch im Ausland recht erfolgreich. 2003 siegte die Türkei beim Eurovision Song Contest mit dem Titel Everyway That I Can von Sertab Erener.

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Musik

Ähnlich wie in der Literatur war die osmanische Musik stark von arabischen Elementen geprägt. Nach der Republiksgründung betrieb die Regierung eine stärkere Förderung „türkischer“ Musik. Unter den Oberbegriffen klassische Musik und Halk Müzigi wurde ab 1924 Volksmusik aus Anatolien gesammelt und archiviert. 1953 umfasste das Archiv 10.000 Volkslieder. Seit den 1990ern dominieren moderne Musikrichtungen wie Pop und Rock neben den klassischen Richtungen wie Türk Halk Müzigi und Türk Sanat Müzigi.
Der größte Teil türkischer Volksmusik basiert auf dem Saz, die eine Art langhalsiger Laute ist. Das Zurna und Davul ist in ländlichen Gebieten beliebt und wird sehr oft auf Hochzeiten und anderen Feiern gespielt. Des Weiteren sind beliebt und viel verbreitet die Hirtenflöte Kaval und das Instrument Ney . Auch Elektrosaz und Darbuka, die häufig von elektrischen Keyboards begleitet werden, sind populär.

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Küche

Die gegenwärtige türkische Küche ist das Resultat einer Vermischung der ursprünglichen einfachen nomadischen Kochtradition der Turkvölker mit der indischen, persischen, kurdischen und arabischen Küche. Sie bezieht seit ihrer Völkerwanderschaft darüber hinaus Einflüsse aus dem Mittelmeerraum ein. Diese Vielfalt der Einflüsse entwickelte sich durch die Jahrhunderte besonders unter der Prägung der osmanischen Kultur und Lebensweise zur heutigen charakteristischen türkischen Küche, welche auch die griechische und die Balkanküche geprägt hat.

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Sport

Die beliebteste und bedeutendste Sportart in der Türkei ist der Fußball. Die höchste Spielklasse im türkischen Fußball ist die Turkcell Süper Lig. Die wichtigsten Fußballvereine kommen neben Trabzonspor aus der Metropole Istanbul (Galatasaray Istanbul, Besiktas¸ Istanbul Fenerbahçe Istanbul). Trabzonspor ist auch der einzige Nicht-Istanbuler Klub, der türkischer Fußballmeister werden konnte. In den letzten Jahren feiert auch die türkische Fußballnationalmannschaft wieder kleinere Erfolge. 2002 kehrte das Land nach 47 Jahren zur Fußball-Weltmeisterschaft zurück. In der Geschichte der Weltmeisterschaften war die Türkei erst das zweite Mal dabei. Trotzdem schaffte die türkische Mannschaft nach einem Sieg gegen Südkorea im „kleinen Finale“ den dritten Platz der Weltmeisterschaften im Jahre 2002. Für die Weltmeisterschaft im Jahr 2006 konnte sich die türkische Mannschaft jedoch nicht qualifizieren.

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Sitten & Gebräuche

  • Bei der Begrüßung wird meist einmal auf die eine und dann auf die andere Wange geküsst. Bei älteren Menschen küsst man auf die Hand und berührt die Hand mit der Stirn. Das Küssen auf die Hand ist ein Ritual, das der traditionellen Verbeugung hinzugefügt wurde.
  • Das Henna (türkisch kina), ein aus Pflanzen gewonnener rot-brauner Farbstoff, findet Verwendung bei der Heirat, an religiösen Festtagen, bei Beschneidungsfesten und wenn der Sohn den Militärdienst beginnt.
  • Alte schamanistische Sitten findet man teilweise auch heute noch. Beispielsweise wird ein Kind, das vor den Eltern verstorben ist „Yassar“ genannt, was sinngemäß etwa „wird leben“ heißt.

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Kleidung

Im Gegensatz zu den typischen Touristenorten am Meer, ist die Kleiderordnung in Anatolien eher islamisch-konservativ geprägt. Um für die Menschen dieses Kulturkreises keinen unnötigen Anstoß zu erregen, wird deshalb gebeten folgendes zu beachten

  • Männer mit langen, leichten Hosen
  • Frauen ebenso mit Hosen oder mit Röcken und mit schulterlangen T-shirts (keineTops)
  • Ein Besuch der Moscheen ist nur mit einem Kopftuch möglich.

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Reiligion in der Türkei

99 Prozent der türkischen Bevölkerung sind Muslime, von denen die Mehrheit zur Glaubensrichtung der Sunniten gehört. Weitere 20–25 Prozent zählen sich zu der Glaubensrichtung der Aleviten. Außerdem leben in der Türkei 0,2 % Christen verschiedener Konfessionen, 0,04 % "Türkische Juden" Juden und anderen kleinen Gruppen wie die Bahai, die Yezidi u.a.

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